Vibraphone

Das Vibraphon oder Vibrafon ist als Metallophon (Schlaginstrument) eine Weiterentwicklung der Marimba. Es unterscheidet sich von der Marimba dadurch, dass die Platten aus einer harten Metalllegierung statt aus Holz bestehen. Das Vibraphon wird mit Schlägeln (Mallets) angeschlagen, deren oberes Ende aus einem garnumwickelten Gummikopf besteht. Der Tonumfang besteht üblicherweise aus drei Oktaven von f bis f3. Es wurde 1916 in den USA als „Steel Marimba“ patentiert.

Unter den Platten hängen abgestimmte Resonanzröhren zur Verstärkung des Klangs. Bei einigen Vibraphonen sind diese unter den hohen Tönen aus optischen Gründen verlängert. Innen sind sie aber unterteilt, um die richtige Länge zu erhalten. In den Röhren befinden sich Drehscheiben, die durch einen Elektromotor angetrieben werden. Dadurch werden die Röhren geöffnet und geschlossen, was dem Vibraphon je nach Drehgeschwindigkeit seinen charakteristischen Vibratoklang verleiht. Zudem kann ein Dämpfer über ein Pedal bedient werden, um ähnlich wie beim Klavier die Klangdauer zu bestimmen.

Das Vibraphon wird den Schlaginstrumenten im Bereich der „Mallets“ zugeordnet. Somit gehört es zum musikalischen Studium an allen musikausbildenden Instituten (Musikhochschulen, Konservatorien, Akademien, Berufsfachschulen für Musik usw.), die das Fach Schlagzeug anbieten. Es ist ein klassisches Instrument des Jazz, Swing, Latin-Jazz und Modern-Jazz.